Alter der Kinder

Natur und Fondue im Trab

Pferde sind im Simmental schon sehr lange zuhause. Bis ins 18. Jahrhundert war das Simmental sogar eine wahre Hochburg der Pferdezucht. Nach dem Sieg der Eidgenossen bei Grandson (1476) erhielten die Simmentaler 100 Hengste als Kriegsbeute. Daraus entstand auf den «grasigen Matten» eine widerstandsfähige Rasse, die in alle Welt verkauft wurde. Benannt nach ihrem Marktort Erlenbach nannte man sie Erlenbacher.

Tal der Pferde

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Im Museum Agensteinhaus in Erlenbach ist die Geschichte der Pferdezucht im Simmental dokumentiert. Der Erlenbacher war ein Halbblut. Ein Pferd, das sehr gut zum Reiten und zum Ziehen zu gebrauchen war. Die Berner Patrizier schätzten die Rasse als Zugpferde für ihre Kutschen. Um 1780 zählte allein Erlenbach um die 22 Hengstzüchter.

Die letzte heute noch gezüchtete Schweizer Pferderasse ist der Freiberger. Sie stammt aus dem Jura. Im Simmental verlegten sich die Züchter, nachdem im 18. Jahrhundert die Pferdezucht immer unbedeutender wurde, aufs Fleckvieh – mit unglaublichem Erfolg! Die Simmentaler Kuh hat Weltruhm erlangt.

Traumhafte Ausritte in grosser Natur

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Reiten ist in der Schweiz eines der beliebtesten Freizeitvergnügen. Etwa 140’000 Pferdesportlerinnen (weit über 80% der Reiter sind Frauen) steigen zumindest ab und zu in den Sattel. Ein wunderbarer Ort dafür sind auch die Lenk und das Simmental. Der flache Talboden ist ideal für Ausritte und hinter jeder Kuppe und jeder Biegung eröffnen sich neue, grossartige Aussichten.

Entspannt geniessen mit 2 PS

Auch wer nicht aufs Pferd steigen will, kann mit Pferdestärken die Natur geniessen.

Es ist so gemütlich wie es klingt: In der Apéro- oder Fondue-Kutsche kutschiert man zum rhythmischen Klingeln des Zaumzeugs durch die wundervolle Landschaft.

Hoch zu Ross

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Kurze Ausritte entlang der Simme sind auch für weniger Sportliche machbar. Ambitionierte Pferdesportbegeisterte können aber auch die Hänge links und rechts in Angriff nehmen und Tagestouren mit anspruchsvollen Passagen erleben.

Für Anfängerinnen und Anfänger ist ein Ferienaufenthalt vielleicht der ideale Moment, um ein erstes Mal Pferde- und Stallgeruch zu schnuppern. Zum Beispiel im Reitzentrum im Hotel Simmenhof an der Lenk oder im Ponyclub Merlin in Erlenbach. Mit persönlicher Betreuung lernt man nicht nur den Umgang mit Pferden, sondern auch die besondere Freundlichkeit des Tals kennen. Gerade für Kinder sind Ferien mit einem täglichen Besuch im Stall und Reitstunden eine optimale Möglichkeit, um die Ferien interessant zu gestalten und gleichzeitig einen schnellen Einstieg in den Pferdesport zu finden.