Alter der Kinder

Das eigene Meisterwerk

Geheimtipp von Dominique von Lenk-Simmental Tourismus

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Tradition und Brauchtum mit einem Hauch Modernität – das ist das heutige Scherenschnittschneiden – wie Profi und Scherenschnittkünstlerin Elisabeth Beutler mitteilt. Mit Gelassenheit und einem guten Auge schafft es jedermann einen einzigartigen Scherenschnitt zu kreieren.

Mit einem Lächeln begrüsst mich Elisabeth Beutler, Scherenschnittmeisterin des Simmentals, und bietet mir Platz in ihrer gemütlichen Stube. Als erstes zeigt sie mir diverse Vorlagen von kleinen runden und viereckigen Scherenschnitten und gibt Ideen, was für ein Motiv der eigene Scherenschnitt haben soll. Denn hier wird nichts abgezeichnet oder gar übernommen! Der eigene Scherenschnitt soll ein selbstkreiertes Motiv sein, an das man Erinnerungen knöpfen kann. Es darf ruhig modernere Objekte beinhalten und muss keine, wie sie sagt, verstaubten altmodischen Kunstwerken ähneln. Die Künstlerin erklärt, dass jeder gemachte Scherenschnitt von ihr eine Geschichte erzählt. Als gutes Beispiel bringt sie ein Pärchen von Australien, dass ihr gemeinsames Leben in einem Scherenschnitt verewigen wollten. Sie zeichnete von der Hochzeit und deren Erlebnissen und integrierte Kängurus, Giraffen und sogar einen Surfer. Wenn das mal nicht was Besonderes ist und kein bisschen an die AlpKultur® und deren Traditionen erinnert. Doch was zählt, ist die Art und Weise, wie diese Motive gemacht werden. Auf schwarzem Papier mit einer feinen aber scharfen Schere wird Stück für Stück ausgeschnitten.

Nach kurzem Überlegen war klar, was ich machen wollte. Ein Pferd unter einem Baum sollte es werden. Elisabeth Beutler gab kleine Starthilfen und dann ging es los mit dem Zeichnen. Gar nicht mal so einfach feine aber klare Striche zu ziehen, ohne dabei zu schlottern. Sobald das Motiv fertig war, wurden erste Anweisungen zum Kreise schneiden gegeben. Einstechen, Schere leicht auf und zu klappen und nur das Papier drehen, nicht die Schere. Na gut, versuchen wirs. Nach etwas Zögern waren die Kreise ausgeschnitten und weiter gings an die Grashalme. Dank den Anweisungen der Künstlerin waren die ersten Dekorationen ausgeschnitten und ich war aufgewärmt und bereit für das wohl schwierigste Detail des ganzen Scherenschnitts – ein Baum mit etlichen Laubblättern.

Zum Glück war die Meisterin nicht weit entfernt und gab sehr gute Tipps. Nach 45 Minuten Schnippeln taten die Finger weh und die Schultern waren verkrampft, doch die Konzentration war auf höchstem Niveau. Elisabeth Beutler liess mich eine kleine Pause einlegen. Bei einem Kaffi erzählte sie mir die Geschichte des Scherenschnittschneidens und liess mir Raum für Fragen zu stellen. Nach diesem spannenden Einblick in die Vergangenheit schnitt ich den Rest meines Scherenschnitts aus und faltete das «Meisterwerk» vorsichtig auseinander.

Was ein bisschen weisser Hintergrund und ein Holzrahmen ausmacht, dass können Sie im Atelier von Elisabeth Beutler selbst bestaunen. Mein Scherenschnitt hängt nun über meinem Arbeitsplatz und lässt Erinnerungen an diesen gemütlichen Workshop aufkommen. Ich kann nur sagen, probieren Sies selber aus!

Informationen

Kursort
Der Kurs findet im Berghaus Iffigenalp statt. Bitte beachten Sie die Einbahnstrasse zur Iffigenalp.

Preis
Der Kurs kostet CHF 45.– pro Person inkl. eigenem Scherenschnitt.

Daten
Die offiziellen Workshops finden von Juni bis Oktober statt, doch auf Anfrage können Sie das ganze Jahr die Kunst des Scherenschnittschneidens entdecken.

Information und Anmeldung
Für die Durchführung benötigt es mindestens 2 Personen, maximal 4 Personen.
Das Mindestalter beträgt 12 Jahre.
Information und Anmeldung bei Elisabeth Beutler, +41 79 509 57 36, bis jeweils Dienstag 12.00 Uhr.

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Elisabeth Beutler

Kürze 1
3773 Matten (St. Stephan)
Tel. +41 79 509 57 36

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