Hinweis: Das Tourist Center Lenk ist am Mittwochvormittag, 20. März 2019 geschlossen. Ab 13.30 Uhr sind wir wieder für Sie da.
Erlebnis Daniela: Einblick ins Curlen
Erlebnis Daniela: Einblick ins Curlen

Einblick ins Curlen

Geheimtipp von Daniela von Lenk-Simmental Tourismus

Bei -10° C stehen wir vor dem Eisfeld beim TEC, welches vom Eismeister Peter mit Wasser bespritzt wird, um optimale Curling-Eigenschaften zu erzielen. Nachdem sich alle einen Besen und eine Gleitsohle «Antislider» geschnappt haben, betreten wir die Spielbahn, den sogenannten «Rink». Sofort wird klar, bereits das lockere Bewegen auf dem Eis sieht doch im Fernsehen bei den Profis wesentlich eleganter aus, als bei uns. Doch nach einigen Minuten haben wir uns ans Eis gewöhnt und wir beginnen mit dem Crashkurs, geleitet durch Hansjörg Schneider.

Zum Curlen braucht es nebst dem Rink natürlich die Steine, welche aus Granit sind und ca. 19 kg wiegen. Also üben wir zuerst den richtigen Umgang mit dem Stein und machen im Anschluss erste Versuche, den Stein übers Eis zu führen. Dabei sitzt der Rechtshänder auf der linken Ferse mit geradem Oberkörper und Blick noch vorne. Der Stein liegt rechts neben dem Fuss, der Griff des Steins mit der Öffnung zum Körper gerichtet. In der linken Hand wird der Besen am vorderen Drittel des Stiels gehalten, das Ende unter den Arm geklemmt. Beim Linkshänder funktioniert das einfach umgekehrt. Anschliessend hebt man sich leicht an und gibt den Stein ab, indem man sich mit dem rechten Fuss abstösst. Der linke Fuss, an dem die Gleitsohle befestigt ist, gleitet oder im Fachjargon ausgedrückt «slidet» dabei übers Eis, währenddessen das rechte, fast gestreckte Bein knapp über dem Eis mitgleitet. Dabei ist es wichtig, die Balance zu behalten und den Stein im richtigen Zeitpunkt abzustossen. Damit der Stein richtig «curlt», das heisst in die angesteuerte Richtung gleitet, wird der Griff vor dem Loslassen im (In-turn) oder gegen (Out-turn) den Uhrzeigersinn gedreht.

Nach den ersten Versuchen teilen wir die Gruppe in zwei Teams ein und beginnen das erste Spiel, im Curling «End» genannt. Jedes Team hat 8 Steine, immer nummeriert von 1 – 8 je Steinset. Der 1. Spieler auch «Lead» genannt spielt im Wechsel mit dem Lead des Gegners die Steine 1 & 2 Der «Second» spielt im Wechsel mit dem Second des Gegners die Steine 3 & 4, der «Third» spielt im Wechsel mit dem Third des Gegners die Steine 5 & 6. Währenddessen steht der «Skip» des aktuell spielenden Teams, man könnte ihn auch den Spielmacher nennen, vorne im «Haus» (den Kreisen in welche die Steine gelangen sollten) und zeigt mit dem Besen die Richtung an, in welche der Stein gespielt werden soll. Die wischenden Spieler versuchen mit dem Wischen jeweils das Eis durch die Reibung des Besens schneller zu machen, damit der Stein in die richtige Position im Haus gelangt oder auch damit der Stein des anderen Teams aus dem Haus hinaus gleitet und so keine Punkte erzielt. Der Stein, der in der Mitte des Hauses liegt oder der Stein, der am nächsten zur Mitte liegt, nennt man «Shot». Ein Schutzstein, welcher den im Haus liegenden Stein schützen soll, nennt man «Guard».

Erlebnis Daniela: Haus
Erlebnis Daniela: Haus

Die Skips spielen dann noch die Steine 7 & 8. Das Team mit dem letzten Stein hat einen wesentlichen Vorteil, deshalb wird beim Curling zu Beginn auch ausgelost, wer den ersten Stein spielen muss.

Wir sind alle sehr froh, steht uns Coach Hansjörg zu jeder Zeit mit Rat und Tat zur Seite und sagt, in welche Richtung wir spielen müssen und wann wir wischen oder eben «nüt dranne mache» sollen. Nach zwei End packt alle in uns der Ehrgeiz und jeder will den perfekten Stein («Shot») im Haus haben und so ergibt sich ein anregendes Hin und Her. Nach ca. 1,5 Stunden machen sich doch erste Ermüdungserscheinungen bemerkbar und die Hände sind trotz Handschuhen bei mittlerweile -13° C nicht mehr so beweglich, wie am Anfang. Müde aber glücklich und mit vielen neuen Eindrücken kehren wir nun, im zum Glück gut geheizten Bistro TEC-Snack ein und gönnen uns ein wohlverdientes «Zwätschgelutz».

Mir und meinen Bürokollegen hat das Curling grossen Spass gemacht und ich kann es wirklich jedem weiterempfehlen. Um sich erstens nicht zu verletzen und zweitens ein richtiges Spiel durchführen zu können, das auch Spass macht, ist die Hilfe eines erfahrenen Curlers sicher von Vorteil. Vielen Dank Hansjörg, wir kommen wieder!

Informationen

Vermietung Spielfelder inkl. Zubehör

Eishockeyfeld pro Stunde inkl. Zeit für Eisreinigung: CHF 190.–
Curlingfeld / 3 Rinks pro Tag CHF 370. –

Alle Preise sind in der Preisliste ersichtlich.

Gruppen auf Anfrage

Erlebnis Daniela: Team Curling
Erlebnis Daniela: Team Curling