Millimetergenau gleitet die Schere durchs Papier, Bleistiftlinien weichen sauberen Kanten. Scherenschnitt ist eine Kunst der Geduld und Ausdruck gelebter Tradition.
Ursprünglich aus China stammend, fand der Scherenschnitt im 18. Jahrhundert seinen Weg ins Berner Oberland. Johann Jakob Hauswirth gilt als Vater des traditionellen Schweizer Scherenschnitts. Seine Werke wie der berühmte Alpaufzug erzählen vom Leben in den Bergen.
Auch heute lebt die Kunst im Simmental weiter, etwa in den Arbeiten von Elisabeth Beutler. Ihre detailreichen Lebensläufe zeigen das einfache, stolze Leben früherer Generationen ebenso wie moderne Geschichten. Ein Werk braucht bis zu 40 Stunden, für Beutler ist es Meditation: „Andere gehen ins Yoga, ich arbeite an meinen Schnitten.“
Umgeben von der Ausstellung im Berghaus Iffigenalp haben Sie Gelegenheit, die Technik des Scherenschnittschneidens zu erlernen. Unter der Anleitung von Elisabeth Beutler, leidenschaftliche Scherenschnittkünstlerin, können Sie einen eigenen Scherenschnitt schneiden. Das Erinnerungsstück nehmen Sie gerahmt mit nach Hause.