Zwärgliloch, Schnurenloch und Mamilchloch. So heissen die drei Höhlen, welche von kleinen und grossen Höhlenforschern erforscht werden wollen. Hier wurden einst die ältesten von Menschenhand gefertigten Steinwerkzeuge des Kantons Bern gefunden. Diese sind im historischen Museum in Bern ausgestellt. Wie es sich für Höhlenforscher gehört, ist kraxeln und Leiternsteigen auf diesem Pfad angesagt.
Der Höhlenpfad führt vom Bahnhof Oberwil oder dem Parkplatz des Höhlenpfads ins Felsengebiet Gsässgrind, wo sich die drei Höhlen Zwärgliloch, Schnurenloch und Mamilchloch befinden. Im sehr gut zugänglichen Zwärgliloch ist eine Brätlistelle mit Grillrost, Brennholz, Tisch und Bank. Wer gute Schuhe, nicht allzu schöne Kleider und allenfalls eine Stirn- oder Taschenlampe mitbringt, kann sich anschliessend auf den abenteuerlichen Rundgang zum Schnurenloch und Mamilchloch machen. Der Rundweg führt über einen Bergweg, durch einen natürlichen Tunnel und über eine Leiter hinauf ins Schnurenloch. Das Mamilchloch (Mondmilch) wird über eine freistehende, ca. 10 m lange Leiter erreicht. Dort kann man sich ins Innere des Berges begeben und, dank einer mystischen Beleuchtung, die Seitenhöhlen und Gänge auf sich wirken lassen. Das Schnurenloch wurde von 1928 bis 1953 von den Gebrüdern Andrist mit grosser Sorgfalt erforscht. Bei den Ausgrabungen kamen über 5000 Knochenfunde zum Vorschein, 95% davon konnte man den heute ausgestorbenen Höhlenbären zuordnen. Von Urmenschen waren zwar keine Überreste gefunden worden, jedoch die ältesten, von Menschenhand gefertigten Steinwerkzeuge des Kantons Bern. Sie sind heute noch im historischen Museum in Bern zu besichtigen.